Schwarzen Reismehlkäfer bekämpfen

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Edmund Reitter [Public domain], via Wikimedia Commons

(Tribolium destructor)

 

Beschreibung

Der bei uns vorkommende Schwarze Reismehlkäfer ist schwarz bis dunkelbraun und teilweise glänzend gefurcht. Es ist etwa zwischen 2-6 mm groß. die Larven haben bis zur Verpuppung eine Größe von etwa bis 10 mm.  Der Schwarzer Reismehlkäfer hat Fühler die 3,9 – 5 mm lang sind. Damit er sich entwickeln kann, braucht er eine Temperatur von 20 – 35 ° Grad. Hat ein Schwarzer Reismehlkäfer günstige Bedingungen, so dauert die Eientwicklung bis zum Käfer bei 35 ° Grad ganze 36 Tage. Besteht eine Temperatur von 20 ° Grad zieht diese Periode sich bis auf 200 Tage hin. Trotzdem dass der Käfer hohe Temperaturen für seine Entwicklung braucht, überstehen die Larven den Winter recht gut. Der Käfer selbst lebt maximal 8 Monate. Man findet den Schwarzen Reismehlkäfer hauptsächlich in Speichern, Mühlen, Lebensmittelfabriken und in Haushalten. Er befällt weitgehend Mehl aber auch Getreide und Getreideerzeugnisse.

Schäden entstehen durch den direkten Fraßverlust aber auch mit Verunreinigungen durch Kot und feines Fraßmehl. Die Qualität der Lebensmittel werden von abgegebenen Chinonen die der Käfer abgibt, gemindert. Es handelt sich dabei um Substanzen wie Insektizide und fungizide Stoffe, die als krebserregend gelten. Das Mehl verfärbt sich rosa und hat einen ganz eigenen Geruch und verliert zudem seine Backfähigkeit. Wenn der Schwarze Reismehlkäfer im Haushalt auftritt, sollten die befallenen Lebensmittel vernichtet werden. Um die Bekämpfung erfolgreich durchzuführen, muss äußerste Sauberkeit bestehen.

Gesundheit

Sind Lebensmittel von dem Käfer befallen, so werden sie ungenießbar und können eine Gesundheitsgefahr darstellen, deshalb sollten die Lebensmittel vernichten und den Schwarzen Reismehlkäfer bekämpfen.

Schwarzen Reismehlkäfer bekämpfen Maßnahmen und Mittel

Spezielle Wirkstoffe aus dem Handel können bei der Bekämpfung von Schwarzer Reismehlkäfer helfen. Haben die Schwarzer Reismehlkäfer Küche und Vorratsbereich befallen, so sollten keine Bioziden eingesetzt werden, da diese Mittel giftig sind. Treten die Käfer in Silos und Lagerhallen auf, so ist die Begasung des Gebäudes die einzige Möglichkeit die Käfer zu entfernen. Es können aber auch Kontaktinsektiziden oder giftfreie Präparate wie Kieselsäure-Produkte verwandt werden. Zum Nachweis, dass tatsächlich ein Schwarzer Reismehlkäfer besteht, gibt es das Pheromon für Reismehlkäfer – Tribolium spp.. Das Pheromon lockt speziell die Reismehlkäfer an. Die Wirksamkeit besteht 6 Wochen lang.

Für den Menschen ist das Pheromon nicht schädlich. Direkt bekämpfen kann man den Schwarzer Reismehlkäfer mit Killgerid Gold. Dabei handelt es sich um ein fossiles Plankton, das die Wachsschicht der Körperoberfläche der Käfer austrocknet. Auch dieser Vorgang ist für den Menschen oder für Haustiere ungefährlich. Mit einem Ungeziefer-Stopp, das natürliche Kieselsäure enthält, wird ebenfalls die Kutikula zerstört und die Käfer trocknen aus. Damit die Wirkung voll greift, muss das Pulver in Verstecke der Käfer verbracht werden. Man kann diese Substanzen auch mit einem Druckstäuber ausbringen. Das Bambule Insektenspray ist ebenso eine gute Hilfe für einen Käferbefall im Wohnbereich. Auch Nexa Lotte ist ein natürliches Ungezieferspray. Ein Insektizid-Spray mit Sofortwirkung ist ein sehr anwenderfreundliches Produkt.

Tipps und Kniffe

Gerade in der Küche oder im Vorratsraum findet sich der Schwarzer Reismehlkäfer, dort wo beispielsweise Trockenfutter für ein Haustier aufbewahrt wird. Zunächst einmal müssen diese Räumlichkeiten intensiv gereinigt werden. Alle Flächen mit Essigwasser abwaschen, vor allem auch in den Ritzen. Sollten die Käfer aber überleben, so kann man ihnen einfach die Nahrung entziehen. Alle befallenen Lebensmittel werden ausgetauscht vernichtet. Frische Ware wird dann in geschlossen Kunststoffbehältern oder Glasbehältern verstaut. Die Entwicklung Schwarzer Reismehlkäfer dauert bei Zimmertemperatur vier Monate. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Bekämpfung Erfolg hatte, wenn die Käfer wenigstens ein halbes Jahr nicht mehr sehen.