Schwarzer Getreidenager bekämpfen

Tenebroides mauritanicus1
By Rosa Henderson, Landcare Research [CC BY 3.0 au], via Wikimedia Commons

(Tenebroides mauritanicus)

Beschreibung

Den Schwarzen Getreidenager ordnet man in die Familie der Flachkäfer ein. Sie werden bis 11 mm groß und sind schwarzbraun bis schwarz gefärbt.
Den Schwarzen Getreidenager zeichnet eine halsartige Einschnürung im hinteren Teil des Halsschildes aus, man nennt das Pronotum. Somit entsteht eine Optik als ob der Rest vom hinteren Körperabschnitt abgeschnitten ist. Beidseitig sieht man leistenartige Strukturen die kopfwärts breitet werden und in zwei spitzen Fortsätzen, die nach vorne stehen, enden. Der Kopf der Schwarzen Getreidenagers zeigt sich fast genauso breit wie das Halsschild. Die Larven des Schwarzen Getreidenagers haben nur eine sparsame Behaarung und sind vor der Verpuppung etwa 19 mm groß. Sie haben eine weißliche Färbung. Die Kopfkapsel sowie das weitere Körpersegment sind dunkel. Am Hinterleib sind Fortsätze zu sehen, die dunkel schimmern. Der Ursprung des Schwarzen Getreidenagers ist Afrika. Mittlerweile aber hat er sich kosmopolitisch verbreitet. Sie brauchen für die Entwicklung eine Temperatur zwischen 20 und 35 ° Grad und eine hohe Luftfeuchte. Der Schwarze Getreidenager und die Larven finden ihre Nahrung in Getreide und Getreideprodukten. Bei der Verpuppung bohren sich die Getreidenager in Holz ein oder sie bauen eine Kokon aus Nahrungspartikeln.

Gesundheit

Der Schwarze Getreidenager ist bekannt als Vorratsschädling und Hygieneschädling. Er verunreinigt Getreide, Mehl oder auch andere Vorräte mit Kot und leeren Larvenhüllen. Deshalb sollten befallene Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden. Oft wird der Getreidenager auch mit Nahrung in Privathaushalte eingeschleust. Allerdings kommt es eher selten zur Massenbildung, da der Schwarze Getreidenager eine längere Entwicklungszeit hat. Man findet ihn vorwiegend in Bäckereien und Mühlen.

Schwarzer Getreidenager Maßnahmen und Mittel

Mit Wirkstoffen aus dem Handel kann der Schwarze Getreidenager vertrieben werden. Zeigt er sich in Silos oder Lagerhallen, so kommt eine Begasung des Vorrates mit Stickstoff, Phosphorwasserstoff oder Kohlendioxid in Frage und zwar als einzige effektive Bekämpfungsmöglichkeit. Hat der Getreidenager sich in Mühlen niedergelassen, so kann er mit einer Heißluftanwendung bekämpft werden. Man geht davon aus, dass eine Temperatur von 60 ° Grad über drei Minuten und eine einstündige von 55 ° Grad ein vollständiges Absterben aller Entwicklungsstufen führt. Wird das thermische Verfahren angewandt, so muss darauf geachtet werden, dass alle Segmente in dem Objekt diesen hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Ist dies nicht der Fall, könnten einige Getreidenager in geschützten Segmenten überleben. Damit eine Neuinfektion ausgeschlossen wird, sollten Nahrungsmittel in fest verschließbaren Behältern aufbewahrt werden. Muss darüber hinaus eine direkte Bekämpfung durchgeführt werden, so können verschiedene Kontaktinsektizide aber auch giftfreie Mittel wie Kieselsäure-Produkte genommen werden.

Tipps und Kniffe

Für eine direkte Bekämpfung kommen Wirkstoffe wie fossiles Plankton in Frage, das wie Wachsschicht der Körperoberfläche der Tiere angreift und so zur Austrocknung führt. Damit die Wirkung optimal einsetzt, müssen diese Pulver in eventuelle Verstecke der Käfer verbracht werden. Ein eventueller Ungeziefer-Stopp kann mit einem Druckstäuber wirkungsvoll ausgebracht werden. Im Wohnbereich mit Menschen und Haustieren kann ein ungefährliches Insektenspray genommen werden, das natürliche Öle wie Teebaumöl und Neemöl enthält. Wer diese Präparate anwendet, sollte darauf achten, dass es nicht nur Kontaminierung mit Lebensmitteln kommt. Um überhaupt festzustellen, ob ein Befall mit Schwarzer Getreidenager vorliegt, können Lockstofffallen aufgestellt werden.