Bettwanze bekämpfen

(Cimex lectularius)

By "CDC/ Donated by the World Health Organization, Geneva, Switzerland." [Public domain], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Die Bettwanze, lateinisch Cimex lectularius, ist zwischen 4 und 6 Millimeter groß und meist rostrot bis braun. Ihr Körper weist ein dichtes Haarkleid auf, wobei die Fühler 4-gliedrig und mit kurzem Basalglied sind. Wie auch bei anderen Wanzenarten ist der Körper der Bettwanze dorsoventral platt
geformt, wodurch sie auch ihre Bezeichnung im Volksmund „Tapetenflunder“ erhielt. Der Schädling kann nicht fliegen, da er nur mehr stark minimierte Flügel besitzt. Das Vorkommen ist in Mitteleuropa auf den Lebensraum des Menschen sowie auf Hühnerställe beschränkt.

Die Bettwanze
lebt vom Blut des Menschen, wobei sie nachtaktiv sind und während des Tages an ihren Raststellen in Möbelritzen sowie hinter Bildern oder in Gardinen und Matratzen festhängen. Das Weibchen legt im Laufe seiner Existenz bis zu 300 Eier, die sich hemimetabol, also ohne Puppenbildung, innerhalb von vier bis sechs Wochen bei einer Außentemperatur von 25 Grad Celsius zur Bettwanze entwickeln.

Tipps und Kniffe

Wer lieber zu Hausmitteln oder einfachen Tricks greift, der kann darauf bauen, dass Wanzen durch hohe Temperaturen gut bekämpft werden können. Dazu gibt es spezielle Öfen, die auf 50 bis 60 Grad Celsius aufheizen und in den betroffenen Räumen aufgestellt werden. Hier ist wichtig, dass die Bettwanzen während des Heizens nicht in andere Räume abwandern, weshalb es Sinn macht, mittels Insektiziden entsprechende Barrieren aufzubauen. Gegenstände wie Bilderrahmen oder Bücher und CFs oder DVDs, die mit dem Schädling befallen sind, können einfach in Folie verpackt und für mehrere Tage in die Tiefkühltruhe gegeben werden. Damit werden die Eier der Wanzen einfach abgetötet. Während des Sommers ist eine gute Lösung, befallene Gegenstände in Plastik einzuwickeln und direkter Sonnenbestrahlung auszusetzen.

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Gesundheit

Bettwanzen stechen den Menschen, um das Blut abzusaugen. Meist werden in der Folge auf der Haut kleine Pusteln, die blutunterlaufen sind, sichtbar. Auch Juckreiz kann ein Symptom für Wanzenbefall sein. Die individuelle Reaktion eines Menschen kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, wobei klar ist, dass sensible Personen eher Reaktionen zeigen. Durch Kratzen an der Stichstelle kann es zu Sekundärinfektionen kommen. Es kommt auch immer wieder vor, dass Betroffene über Schlafstörungen klagen. Daher muss man Bettwanze bekämpfen.

Bettwanze bekämpfen: Maßnahmen und Mittel

Ein Befall mit Bettwanzen kann als erste Maßnahme sehr gut mit dem Ziemex Wäschebeutel erfolgen,die ursprünglich für Hotels entwickelt wurden. Auch der Einsatz von Kontaktinsektiziden verspricht Hilfe, wobei diese in die Tagesverstecke der Schädlinge gesprüht werden sollten. Gemeint sind damit Tapeten, Bilder, aber auch Möbelfugen und Matratzenfalten. Das Präparat Bambule Insektenspray ist hier erprobt und für Mensch und Haustür absolut unbedenklich, da es aus natürlichen Ölen wie Teebaumöl und Neemöl besteht.

Ebenso giftfrei ist das Präparat Nexa Lotte Natürlicher Ungezieferspray und das Produkt MC KP 500. Letztgenanntes basiert auf dem Wirkstoff von rein pflanzlichem Pyrethrum-Extrakt, der eine umgehende Sofortwirkung entfaltet und sich bei Lichteinwirkung auch rasch wieder abbaut. Pyrethrum wird aus unterschiedlichen Arten vonChrysanthemen erzeugt und gilt bereits seit mehr als 2000 Jahren als natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel. Das Gift wirkt auf das Nervensystem der Bettwanzen, wodurch diese innerhalb weniger Minuten bewegungsunfähig werden und kurz darauf sterben. Andere Kontaktinsektizide, die ebenfalls wirkungsvoll im Kampf gegen diesen Schädling sind, sind das Killgerm Anti-Insekt RTU oder der Blattanex Ungeziefer Staub sowie der Delicia Insektenspray oder der Permanent® InsektenRaumspray.