Gewöhnlicher Nagekäfer bekämpfen

(anobium punctatum)

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Beschreibung

Der lateinische Name des Gewöhnlichen Nagekäfers lautet anobium punctatum. Im Volksmund ist das Tier auch unter dem Begriff „Totenuhr“ bekannt. Im Volksglauben galt das Klopfen, das aus der (holzverkleideten) Wand zu hören war, als untrügliches Zeichen des sich näherenden Todes. Dass der Käfer diese Bezeichnung trägt, resultiert aus seiner Verhaltensweise zur Paarungszeit: Um potenzielle Geschlechtspartner anzulocken, schlägt der Käfer mit dem Kopf auf das Holz, in dem er lebt. Dies verursacht ein klopfendes Geräusch, das sich wohl wie das Ticken der „Totenuhr“ anhört.

Der Gewöhnliche Nagekäfer (lat.: anobium punctatum) ist mit einer Körperlänge von 3 bis 4 mm recht klein. Er ist von graubrauner Färbung. Seine Flügeldecken weisen grobe Punktreihen auf. Sein Körper ist zylinderförmig. Er ernährt sich von Holz, was ihn zu einem Materialschädling macht.

Gesundheit

Da diese Käferart zum Überleben eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt, tritt sie häufiger in Räumen auf, die im Erdgeschoss und im Keller liegen. Seltener ist sie auf Dachböden finden. Auch die in den Wintermonaten durch Beheizen trocken werdende Luft führt zum Absterben von Larven. Diese schlüpfen etwa 2 Wochen nach Ablage der bis zu 40 Eier und bohren sich sofort in das Holz, auf dem sie abgelegt wurden, ein. Je nachdem wie gut oder schlecht die örtlichen Bedingungen für die Larven in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Eiweißgehalt des Holzes sind, dauert die Entwicklung der Schädlingslarven ungefähr 2 bis 3 Jahre.

Gewöhnlicher Nagekäfer bekämpfen: Maßnahmen & Mittel

Durch den Befall mit diesem holzfressenden Materialschädling können Einrichtungsgegenstände wie Holzverkleidungen, Möbel oder Dekorationselemente wie Bilderrahmen, Skulpturen o. Ä. stark beschädigt oder gar zerstört werden. Darüber hinaus können auch Fenster- und Türrahmen in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch Holzfußböden und das feuchtes Gebälk von Dachstühlen sind vor dem Gewöhnlichen Nagekäfer nicht sicher.

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Tipps & Kniffe

Ein Schädlingsbefall durch den Gewöhnlichen Nagekäfer macht sich durch Ausfluglöcher im Holz und durch Gänge, die von den Larven hineingefressen wurden, bemerkbar. Sie haben jeweils einen Durchmesser von circa 2 mm. Auch herausrieselndes Holzmehl ist ein Indiz für das Vorhandensein des Schädlings. Neben dem Gewöhnlichen Nagekäfer (lat.: anobium punctatum) sind auch andere Holzschädlinge wie Trotzkopf (lat.: coelostethus pertinax), Weicher Nagekäfer (lat.: ernobius mollis), Gekämmter Nagekäfer (lat.: ptilinus pectinicornis) oder der Gescheckte Nagekäfer (lat.: xestobium rufovillosum) häufig in Gebäuden anzutreffen.

Wer einen Befall durch den Gewöhnlichen Nagekäfer oder einen der anderen Holzfraßschädlinge vermutet, sollte in jedem Fall einen Fachmann zu Rate ziehen. Dieser bestimmt zunächst die Schädlinge genau und ermittelt das konkrete Ausmaß des Schädlingsbefalls. Anschließend wird der Fachbetrieb auf professionelle Art und Weise die geeigneten Bekämpfungsmaßnahmen – wie etwa eine Heißluftbehandlung des Dachgebälks oder die Zuhilfenahme von Kontaktinsektiziden – vornehmen.