Großer Kornbohrer bekämpfen

(Prostephanus truncatus)

By Sarah McCaffrey, Museum Victoria [CC BY 3.0 au], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Der Große Kornbohrer ist ein Vorratsschädling, der vor allem in gelagertem Mais zu finden ist. Ursprünglich ist er in Mexiko und Zentralamerika beheimatet, in den 70er Jahren gelangte er aber mit Importmais nach Afrika und Mitteleuropa. Der Käfer kann zwischen 2,2 und 4,3 mm groß werden und liebt warme Gebiete.
Die Körperoberfläche des Großen Kornbohrers ist braun, während die Antennen rötlich gefärbt sind. Eine sogenannte Fühlerkeule wird von den letzten 3 vergrößerten Antennengliedern gebildet. Der Halsschild wölbt sich wie eine Kapuze über den Kopfteil. Die Flügeldeckel sind von vielen hellen Punkten bedeckt und fallen am hinteren Ende ab, als wären sie abgeschnitten.

Die Käfer fressen Gänge in Maiskörner und können dadurch sehr große Schäden anrichten: bis zu 40% der Ernte können vernichtet werden. Die Weibchen legen ihre Eier in die Maiskörner, wo die Larven nach spätestens 7 Tagen schlüpfen. Unter guten Bedingungen beträgt der Entwicklungszyklus dieser Art nur 25 Tage.

Gesundheit

Die Käfer sind für den Menschen nicht gefährlich, jedoch können sie einen großen Teil der Maisernte vernichten.

Tipps & Kniffe

Damit es erst gar nicht zu einem Befall mit dem Großen Kornbohrer kommt, sollten leere Lagerräume vor der Lagerung von Mais oder anderem Getreide gesäubert werden. Im Privathaushalt müssen befallene Lebensmittel schnell entsorgt werden. Sie können auch für mehrere Tage in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden, denn dadurch werden Larven und adulte Käfer sicher abgetötet.

Noch Fragen?
Wir beraten
Sie gerne

Anrufen 0800 / 111 66 00

Großer Kornbohrer bekämpfen Maßnahmen & Mittel

Nahrungsmittel sollten in gut verschließbaren Behältern aufbewahrt werden, damit es erst gar nicht zu einem Befall mit dem Großen Kornbohrer kommt. Um nachzuweisen, ob es sich tatsächlich um diese getreidefressende Käferart handelt, kann die „Lockstofffalle für Getreidekäpfer, 5er Pack“ eingesetzt werden. Das dafür verwendete Lockstoff-Öl ist für Menschen geruchlos und absolut ungefährlich. Um die Käfer im Haushalt direkt zu bekämpfen, können Präparate, wie Kieselsäureprodukte oder Kontaktinsektizide eingesetzt werden. Die Wirkstoffe dieser Produkte sind giftfrei. Der aus fossilem Plankton bestehende ungefährliche Wirkstoff in den Produkten „Killgerid Gold“ und „Fossil Shield Flüssig“ beschädigt die Wachsschicht mit der der Käfer überzogen ist und infolgedessen trocknen sie innerhalb kurzer Zeit aus. Das Präparat „Aeroxon Ungeziefer-Stopp“ funktioniert ähnlich und ist ebenfalls ungefährlich. Hier enthält der Wirkstoff wasserabweisende, natürliche Kieselsäure.

Die Käfer können auch mit Insektensprays bekämpft werden. Das „Bambule Insektenspray“ enthält natürliche Öle wie Teebaumöl und ist ungefährlich. Sehr anwendungsfreundlich ist das Produkt „MC KPS 500“, denn der Wirkstoff wirkt sofort und wird danach schnell wieder abgebaut. Er besteht aus dem pflanzlichen Pyrethrum-Extrakt. Das in den Insektensprays enthaltene Kontaktgift wirkt auf das Nervensystem der Fliegen: Es ruft starke Erregungen hervor, gefolgt von Koordinationsstörungen, Lähmung und dem anschließenden Tod. Weitere Kontaktinsektizide sind „Delicia Insektenspray“, „Killgerm Anti-Insekt RTU“, „Blattanex Ungeziefer Staub“, „Permanent® InsektenRaumspray“ und „Permanent® UngezieferSpray“. Wenn die aufgeführten Präparate verwendet werden, sollte darauf geachtet werden, dass die Inhaltsstoffe nicht in Kontakt mit Lebensmitteln kommen.