Holzzerstörende Ameisenarten bekämpfen

Quelle: Wikipedia

Beschreibung

In Deutschland werden insgesamt fünf Holzzerstörende Ameisenarten unterschieden: Die Schwarzgraue Wegameise (Lasius Niger), die Zweifarbige Wegameise (Lasius emarginatus), die Braune Wegameise (Lasius brunneus), die Roßameise (Camponotus ligniperda) sowie die Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fulginosus).

Die einzelnen Ameisenarten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Farbe, wie die Namensgebung vermuten lässt. Wegameisen sind eine eher kleine Ameisenart, sodass sie kleiner sind als die bekannten Waldameisen. Ihr vorderer Körperteil ist sehr gedrungen und die Fühler relativ kurz.

Die Schwarzglänzende Ameise ist sehr gut an ihrer glänzenden schwarzen Farbe zu erkennen, die sie deutlich von anderen Ameisenarten unterscheidet.

Die Roßameise besitzt einen schwarzen Kopf und Hinterleib, ihr mittleres Körperglied schimmert dagegen rötlich. Häufig finden sie sich in der Nähe von Gebäuden, für die Holzmaterial beim Bauen verwendet worden ist. Haben die Holzzerstörende Ameisenarten erst einmal Nahrung gefunden, siedeln sich schnell weitere Insekten derselben Art an, sodass schwere Schäden an den Gebäuden entstehen können.

Gesundheit

Je nach Ameisenart können die einzelnen Insekten bei Gefahr zubeißen, jedoch gehört beispielsweise die Roßameise zu sehr friedlichen Insekten, die bei Gefahr einfach erstarren. Holzzerstörende Ameisen werden vielmehr als Materialschädlinge angesehen, da sie Dämmstoffe oder Holzbalken beschädigen. Sie fressen morsches Holz an und höhlen dieses soweit aus, dass sie darin ihre Nester einrichten und sich ideal vermehren können. Holzzerstörende Ameisenarten sind damit in der Lage, Gebäude stark zu schädigen und deshalb solte man Holzzerstörende Ameisenarten bekämpfen. Wird der Befall von Holzzerstörende Ameisenarten festgestellt, sollte umgehend ein Bauchsachverständiger informiert werden.

Tipps & Kniffe

Holzzerstörende Ameisenarten, die den Weg nach innen gefunden haben, können auch mit einem selbst gemischten Präparat bekämpft werden: Dazu wird Backpulver mit einem Lockstoff, zum Beispiel Honig oder Zucker, vermischt und es anschließend in die Nähe der Holzzerstörende Ameisenarten ausgelegt. Die Holzzerstörende Ameisenarten fressen das natürliche Gift und sterben.

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Holzzerstörende Ameisenarten bekämpfen Maßnahmen & Mittel

Bis auf die Schwarzgraue Wegameise siedeln sich die anderen vier Holzzerstörende Ameisenarten direkt im Haus an, was eine Bekämpfung schwierig macht. Da man außerhalb des Nestes nur die Arbeiterinnen antrifft, ist eine Bekämpfung außerhalb der befallenen Stellen nicht sinnvoll. Die Arbeiterinnen lassen sich in der Kolonie schnell ersetzen. Für mehr Erfolg sorgt dagegen das Beseitigen der Königinnen, die von den Ameisen allerdings sehr gut geschützt werden. Eine mechanische Bekämpfung der Kolonie ist damit quasi ausgeschlossen. Ebenso bringt die Bekämpfung mit Giftködern kaum einen Erfolg, weil Ameisen in der Regel mehrere Futterquellen nutzen und damit nur ein Teil der Kolonie getötet werden kann.

Mit Hilfe von Klebefallen sollte zunächst herausgefunden werden, wo sich das Nest der Holzzerstörende Ameisenarten befindet. Anschließend können Kontaktinsektizide verwenden werden, die idealerweise mit Fraßködern kombiniert werden sollten. Haben die Ameisen einen Weg ins Innere des Gebäudes gefunden, sollten Lebensmittel gut verschlossen bleiben, die Ameisen mit Fraßködern abgelenkt werden und die Ameisenstraßen mit Kontaktinsektiziden vernichtet werden. Hier bieten sich vor allem Insektengifte an, die die Oberfläche der Ameisen angreift und diese austrocknen lässt. Solche Mittel arbeiten mit dem Wirkstoff „Fossiles Plankton“ und sind weder für den Menschen noch für Haustiere gefährlich. Wer sich bei der Bekämpfung unsicher ist, sollte einen Experten zu Rate ziehen, um weitere Schäden um Gebäude zu vermeiden und eine schnelle Beseitigung der Insekten zu gewährleisten.