Hornisse bekämpfen

(Vespa crabro)

By Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) (Own work) [GFDL or CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Die Hornisse gehört zur Familie der Faltenwespen, von denen alle Arten vier durchsichtige Flügel gemeinsam haben. Hornissen besitzen die charakteristische Schwarz-Gelb-Färbung an ihrem Hinterleib, die sich in Streifen über ihren Körper zieht. In der Natur zeigt die Färbung anderen Lebewesen, dass es sich hier um ein wehrhaftes Insekt handelt, mit dem man sich besser nicht anlegen sollte.

Im mittleren Körperteil sowie im Kopf der Insekten ist ein hoher Rotanteil zu finden. Hornissen werden deutlich größer als Wespen oder Bienen, sodass ihre Körperlänge von 23 bis 38 Millimeter reicht.

Hornissen legen ihre Nester meist in größeren Baumhöhlen an, es kann aber auch vorkommen, dass leere Nistkästen, Dachböden oder Hohlräume im Mauerwerk für die Zucht neuer Kolonien verwendet werden. Die Nester werden aus zerkautem Holzmaterial gebaut, das getrocknet zu einer papierartigen Masse wird, sodass Hornissenester oftmals an Pappmasche erinnern.

Gesundheit

Auch wenn Hornissen einen gefährlicheren Eindruck als Honigbienen oder Wespen machen, ist ihr Stich nicht gefährlicher. Zwar ist eine allergische Reaktion auf das Hornissengift möglich, seit 1968 sind aber erst zwei Todesfälle in Deutschland auf den Stich durch eine Hornisse zurückzuführen. Hornissen dienen vielmehr dem natürlichen Ökösystem, weil sie kleinere Fliegen oder sogar Wespen fangen und an die Larven verfüttern.

Maßnahmen & Mittel

Weil Hornissen fälschlicherweise als äußerst gefährlich gelten, wurden sie so stark bekämpft, dass sie heute nur noch selten zu finden sind. Darum wurde die Hornisse in einigen Bundesländern auf die Rote Liste der gefährdeten Tierarten aufgenommen und genießt daher besonderen Schutz. §42 des Bundesnaturschutzgesetzes verbietet es, Hornissen nachzustellen, sie einzufangen oder sie zu verletzen. Auch die Tötung oder die Beseitigung von Nist-, Brut- oder Wohnflächen ist verboten. Verstößt man gegen das Gesetz und bekämpft Hornissen ohne Genehmigung, droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Dennoch können Hornissen zu begründeten Problemen führen, die jedoch der jeweils zuständigen Behörde ausführlich und nachvollziehbar dargelegt werden müssen. Sollte diese eine Genehmigung für eine Umsiedlung des Hornissenvolkes ausstellen, erledigen geschulte Fachleute diese Arbeit.

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Hornisse bekämpfen Tipps & Kniffe

Wer bis Oktober wartet, kann im Herbst das Hornissennest einfach entfernen. Denn nur in den Sommermonaten nutzen Hornissen das Nest um sich zu vermehren, im Winter suchen sie sich die Königinnen dagegen warme Verstecke, um gut über die kalte Jahreszeit zu kommen. Das Nest darf aber wirklich nur dann entfernt werden, wenn es nicht mehr als Lebensraum für die Hornissen dient. Hornissen sind entgegen ihres Rufes übrigens relativ friedliche Zeitgenossen. Zwar werden sie von süßen Speise wie Kochen oder Marmelade angezogen, jedoch sollte man in diesem Fall einfach abwarten und die Hornisse nicht verscheuchen. Erst dadurch wird sie aggressiv und sticht vielleicht zu.