Hühnerfloh bekämpfen

(Ceratophyllus gallinae)

By Katja ZSM (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Selbst wenn die Bezeichnung Hühnerfloh vermuten lässt, dass es sich hier um ein Parasit handelt, das nur Hühner befällt, gilt der Hühnerfloh als sehr häufiger Hygieneschädling. Der Parasit ernährt sich nicht nur vom Blut von verschiedenen Vögeln, sondern kann ebenso Menschen und Haustiere befallen. Der Hühnerfloh unterscheidet sich von den bekannteren Hunde- oder Katzenflöhen durch seinen fehlenden Kopfkamm. Das bedeutet, er besitzt lediglich stachelartige Fortsätze an seinem Kamm.

Der Hühnerfloh weist eine braune Körperfarbe auf.

Er ist ein flügelloses Insekt, dessen drittes Beinpaar zu Sprungbeinen ausgebildet ist. Diese ermöglichen dem Floh sehr weite Sprünge zu vollziehen, die nicht nur innerhalb des Gefieders eines Wirtstieres ausgeführt werden, sondern auch den Weg zu anderen Tieren möglich machen. Sollte der Hühnerfloh keinen geeigneten Wirt finden, so ernährt er sich alternativ vom Blut von Säugetieren, sodass auch der Mensch von dieser Flohart befallen werden kann.

Gesundheit

Wie alle anderen Floharten muss der Hühnerfloh als Hygieneschädling ernst genommen werden. Seine Stiche verursachen Wunden, die von den Flöhen mit Speichel versehen werden, um die Blutgerinnung zu stoppen. Dadurch sind Infektionen oder auch allergische Reaktionen möglich. Ferner kann ein Flohstich zu gefährlichen Entzündungen führen.

Tipps & Kniffs

Wer gänzlich auf Chemie verzichten möchte, kann den Hühnerfloh stattdessen mit einem Ultraschallgerät bekämpfen. Dieses sendet hochfrequente Ultraschallwellen aus, die der Mensch nicht hören kann. Diese hohe Frequenz sorgt allerdings dafür, dass die Flöhe effektiv vertrieben werden.

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Hühnerfloh bekämpfen Maßnahmen & Mittel

Weiß man von dem Befall der Hühnerflöhe, ist es wichtig, Nistkästen und Nistmaterial im Frühjahr zu verbrennen. Nur dadurch lässt sich ein Schlüpfen der Puppen verhindern. Andernfalls ist es den Flöhen möglich, im Sommer das Nest zu verlassen und dabei in Wohnungen einzudringen, wo sie sich ungehindert vermehren können. Um eine entstandene Flohplage zu bekämpfen, hat sich das Aufstellen von Flohlichtfallen als sehr effektiv bewiesen. Diese Fallen locken die Flöhe mit abgestrahltem Licht an, sodass sich die Parasiten auf die Klebefalle begeben und dort haften bleiben. Sowohl Klebeflächen als auch die Birnen für die Falle können jederzeit nachbestellt und ausgetauscht werden.

Daneben muss natürlich das befallene Tier behandelt werden. Ungeziefer-Sprays helfen die Insekten zu töten und sorgen ferner für ein gepflegtes Fell der Tiere. Wer befürchtet, dass die ausgewachsenen Flöhe Eier in Teppichböden oder andere Textilien gelegt haben, sollte diese mit einem Kontaktinsektizid behandeln. Diese Mittel verhindern die weitere Entwicklung der Larven oder greifen deren Nervensystem so stark an, dass sie schließlich verenden. Für Mensch und Tier sind diese Präparate ungefährlich.