Reismotte bekämpfen

(Corcyra cephalonica)

By Simon Hinkley & Ken Walker, Museum Victoria [CC BY 3.0 au], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Die Reismotte, Corcyra cephalonica, ist eine ursprünglich in tropischen Gebieten beheimatete Mottenart. Ihr Vorkommen erstreckt sich von Indien über Brasilien bis in die USA. Durch Nahrungsmittel importiert, hat sie sich bis nach Europa verbreitet. Eine dauerhafte Ansiedlung des Falters in Mitteleuropa ist nicht nachgewiesen.  Ihr Aussehen unterscheidet sich kaum von dem der heimischen Speichermotte. Mit einer Größe von 10-14mm und einer Flügelspannweite von 15-25cm ist die lichtscheue und nachtaktive Reismotte jedoch größer als die Speichermotte.  Die für die Motte typischen langen, schmalen Flügel sind silbrig-grau bis hell gelbbraun gefärbt. Die Flügel weisen keine Zeichnungen auf, die Flügeladern erscheinen dunkler. Männliche Falter sind deutlich kleiner als weibliche. Zur Fortpflanzung benötigt die Motte ein warmes Klima, überlebt aber auch in beheizten Gebäuden

Die Gespinströhre der Reismotten ist mit Kot bedeckt. In ihr entwickeln sie die bis zu 15mm großen, weißlich-gelb gefärbten und spärlich behaarten Larven. Ihr Kopf ist dunkler als bei anderen Mottenarten. Aus einer dunkelbraunen Puppe, die von einem weißen Kokon umgeben ist, schlüpft unter tropischen Bedingungen 7 Wochen nach der Eiablage der Falter.

Gesundheit

Corcyra cephalonica befallen nahezu alle trockenen Lebensmittel: alle Sorten von Getreide, Mahlprodukte, Kakao, auch Nüsse und Trockenobst. Feste, mit Kot besetzte, lange Gespinnste zeigen den Befall des Lagergutes an.  Die Lebensmittel werden verunreinigt und für den menschlichen Verzehr ungeeignet. In Haushalten kann die Reismotte auch durch trockene Tiernahrung eingeschleppt werden. Daher sollte man die Reismotte bekämpfen.

Tipps & Kniffe

Als giftfreie, leider auch weniger wirksame Präparate zur Abwehr der Motten können Zedernholz- und Lavendel-Ölpräparate verwendet werden (‚Permanent® UngezieferSpray‘, Aeroxon Langzeit-Mottenschutz‘).
Zur Vorsorge gegen den Befall von Reismotten sollten Lebensmittel und Speisereste sauber und in fest verschließbaren Behältern aufbewahrt werden

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Maßnahmen & Mittel Reismotte bekämpfen

Der Befall von Reismotten kann nachgewiesen werden durch Pheromonfallen: ‚Blattanex Lebensmittel-Motten Monitor‘ oder ‚NEXA LOTTE Pheromonfalle für Nahrungsmittelmotten‘. Diese Fallen geben Pheromone, Sexuallockstoffe, der weiblichen Motten ab. Die männlichen Falter folgen dem Lockstoff und bleiben an der Leimschicht der Falle kleben. Für den Menschen ist der Geruch der Pheromonfallen nicht wahrnehmbar und unschädlich. Die Auswertung der Klebefallen liefert Daten über das Ausmaß des Befalls und den Zeitpunkt des Beginnes von wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen.

Zur Bekämpfung der Reismotte kann das leichtflüchtige Kontaktinsektizid Dichlorvos eingesetzt werden, das herumfliegende Falter tötet. Zur Anwendung kommen Insektenstrips, die den Wirkstoff an die Raumluft abgeben. Insektenstrips müssen langfristig, mehrere Wochen lang, im Raum belassen werden. Alternativ kann das Kontaktinsektizid in Speichern auch über Nebelautomaten im Raum verbracht werden. Derartige Kontaktinsektizide sind: ‚Blattanex Spezialspray‘, ‚Contra Insect ®‘, ‚Chrysamed Mottenspray‘, ‚Delicia Ungezieferspray Universal‘, ‚Cislin® Suspension‘ und ‚Permanent® MottenschutzSpray Neem‘. Der ‚Detia® Insekten Strip‘ gewährleistet andauernden Schutz gegen Reismotten. Bei der Anwendung von Kontaktinsetiziden ist darauf zu achten, das diese nicht mit Lebensmitteln in Kontakt geraten und nicht in Kinderhände gelangen können.

Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung bietet das Ausnutzen der Empfindlichkeit der Motten gegenüber niedrigen Temperaturen. In Labor-Experimenten starben Motteneier und Larven, die über einen Zeitraum von 15 Tagen einer Temperatur von 5 °C ausgesetzt waren, komplett ab. Die Anwendungsmöglichkeit des Ausfrierens von Eiern und Larven der Reismotte in Haushalten ist sehr begrenzt.