Rossameise bekämpfen

(Camponotus ligniperda)

By A,Ocram (Diskussion) 22:03, 15. Jul. 2015 (CEST) (Own workOriginal text: Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 de, CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Die Rossameise ist die größte einheimische Ameisenart. Ihre Arbeiterinnen werden größer als 1cm. Kopf und Hinterleib des Insekts sind schwarz, die Mitte schimmert dunkelbraun bis rötlich. In zoologischen Lexika wird sie auch als ‚Braunschwarze Rossameise‘ bezeichnet. Die Camponotus ligniperda ist in ganz Deutschland verbreitet. Sie bevorzugt Wälder aller Art, siedelt aber auch an Feldrändern und in Gärten. Die Kolonien der Rossameise können eine oder mehrere Königinnen enthalten.

Sind mehrere Königinnen in einer Kolonie angesiedelt, ist diese großflächiger, um die Königinnen räumlich zu trennen. Die Arbeiterinnen der tag- und nachtaktiven Rossameise nehmen die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Schild- oder Blattläusen zu sich, lecken den Saft von Pflanzen auf oder erbeuten andere Insekten.  Die geflügelten, geschlechtsreifen Tiere schwärmen Ende Mai bis Anfang Juni 2 bis 5 Stunden vor Sonnenuntergang zum Hochzeitsflug aus. Voraussetzung ist, dass sich die Außentemperaturen in einem Bereich von 21 bis 27 °C bewegen.

Gesundheit

Die Rossameise besitzt keinen Giftstachel, ist aber sehr aggressiv und wehrhaft. Die Bisse der Camponotus ligniperda sind sehr schmerzhaft. Bei einer großen Anzahl von Bissen und diesbezüglichen Dispositionen können bei Menschen allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Neben Schäden im Freiland können Rossameisen als Materialschädlinge erheblichen Schaden an Hausbalken anrichten, die sie aushöhlen, um ihre Nester darin anzulegen. Deshalb sollte man die Rossameise bekämpfen.

Tipps & Kniffe Rossameise bekämpfen

Die Bekämpfung von Rossameisen in Haushalten erfolgt am besten mit den natürlichen Wirkstoffen von Teebaum- und Neemöl. Die Wirkstoffe sind ungefährlich und gut wirksam. Als Beispiele seien genannt: ‚Bambule Insektenspray‘, und ‚MC und KPS 500‘ mit Pyrethrum-Extrakt als Wirkstoff. In der Praxis hat sich auch hochkonzentriertes Zuckerwasser als Fressköder bewährt.

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Maßnahmen & Mittel

Die Großflächigkeit der Kolonien der Rossameisen macht deren Bekämpfung im Freiland kompliziert. Nester können sich über 100 m² ausdehnen und zum Teil unterirdisch angelegt sein. Eine wirksame Bekämpfungsmaßnahme muss sämtliche Teile der Kolonie umfassen und alle Königinnen vernichten. Bei einem Befall mit Rossameisen müssen zunächst Lage des Nestes und Befallstärke diagnostiziert werden. Hierfür geeignet ist die ‚Klebefalle Blanko, 3er-Set‘. Die an dem Klebefilm anhaftenden Ameisen können gezählt werden. Stehen Größe, Ausdehnung und Lage der Ameisenkolonie fest, kommen Kontaktinsektizide zum Einsatz. Das Kontaktgift greift das Nervensystem der Ameisen an und führt zu deren Tod. Wirksame Mittel sind: ‚Blattanex Spezialspray‘, ‚Loxiran® AmeisenSpray‘, ‚Blattanex Ungeziefer Staub‘,’Killgerm Anti-Insekt‘, ‚Permanent® InsektenRaumspray‘, ‚Permanent® UngezieferSpray‘ und ‚Delicia Insektenspray‘.

Bei der Anwendung dieser Mittel ist zu beachten, dass sie nicht in Kontakt mit Lebensmitteln kommen. Nach der Anwendung von Kontaktinsektiziden ist es angezeigt, an den ‚Straßen‘ der Ameisen Fressköder auszubringen. In Betracht kommen unter anderen: ‚Aeroxon Ameisen-Köderdose‘, ‚Delicia Ameisen-Köder‘, ‚Blattane Ameisenköderdose und Fourmidor®‘. Das Präparat ‚Killgerid Gold‘ ermöglicht das direkte Bekämpfen der Rossameisen. Das natürliches Mittel ist für den Menschen unschädlich. Fossiles Plankton schädigt die Chitin-Schicht des Körpers der Ameise, sie trocknet aus. Das Mittel ‚Aeroxon Ungeziefer-Stopp‘ arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Es verwendet natürliche Kieselsäure zur Schädigung des Ameisenkörpers. Zur vollen Wirksamkeit wird das Mittel direkt in die Ameisenkolonie verbracht. Schädigungen an den Holzteilen der Bausubstanz können professionell mit Heißluft oder flüssigem Stickstoff bekämpft werden. Dabei kann auf Holzschutzmittel mit Biozid-Anteilen verzichtet werden.