Rotbrauner Reismehlkäfer bekämpfen

(Tribolium castaneum)

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Beschreibung

Der ursprünglich aus Indien und Südostasien stammende Rotbraune Reismehlkäfer gehört zur Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae). Der rotbraun bis kupferfarbene Käfer ist leicht glänzend und erreicht eine Körperlänge von 2,3 bis 4,00mm. Kopf und Halsschild sind dunkler als die Flügeldecken. Seine Körperform ist länglich oval. Die Fühler sind mit einer dreigliedrigen Endkeule ausgestattet. Die langgestreckten Larven sind gelblich weiß. 2 Spitzen kennzeichnen ihr Körperende. Der Tribolium castaneum hinterlässt in befallenem Mehl typische fadenförmige Kriechspuren.

Seine tropischen Herkunft verdankt der durch Nahrungsmittelimporte eingeschleppte Käfer seine Empfindlichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen. Sein Vorkommen in Mitteleuropa beschränkt sich auf warme Gebäude (Mühlen). Die Weibchen legt täglich mehrere Eier in ein Brutsubstrat ab, vornehmlich Getreideprodukte. 2 Wochen nach der Eiablage schlüpft die Larve, die etwa 2 Monate später nach mehreren Häutungen das Puppenstadium erreicht. Der fertige Rotbraune Reismehlkäfer schlüpft nach einer Puppenruhe von etwa 3 Wochen und erreicht eine Lebensdauer von 1 Jahr. Die Flugfähigkeit des Reismehlkäfers forciert seine Verbreitung.

Gesundheit

Der Rotbraune Reismehlkäfer ist ein Vorratsschädling. Getreideprodukte, Dauerbackwaren, Haferflocken, Nudeln, Grieß, Mehl, auch Tierfutter dienen ihm zur Nahrung. Der Käfer tritt meist gemeinsam mit anderen Vorratsschädlingen auf. Die Nahrungsmittel werden verunreinigt. Käfer und Larven des Reismehlkäfers geben zudem sogenannte Chinone ab. Bei diesen Substanzen handelt es sich um organische Verbindungen, die auf andere Insekten tödlich wirken und Schimmelbildung verhindern. Sie färben das Mehl rosa und geben ihm einen unangenehmen Geruch. Nach neuesten Untersuchungen können Chinone krebserregend sein. Daher sollte man unbedingt Rotbrauner Reismehlkäfer bekämpfen.

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Maßnahmen & Mittel Rotbrauner Reismehlkäfer bekämpfen

Die Schädigung von Lagerbeständen durch den Rotbraunen Reismehlkäfer ist vor allem in Mühlen, Bäckereien und in der Vorratswirtschaft von großer Bedeutung. Ein Befall von Privathaushalten erfolgt durch den Einkauf infizierter Nahrungsmittel. Während die Käfer gut sichtbar sind, lassen sich Larven wegen ihrer Färbung in Mehl kaum identifizieren. Für den Nachweis eines Befalls kann das über 6 Wochen wirksame Lock-Präparat ‚Agrisense® Window Trap, Monitoring-Falle, 10er Set‘ eingesetzt werden.  Im Haushalt müssen befallene Lebensmittel, auch Tierfutter, umgehend entsorgt werden.  Wirksame Mittel zur Bekämpfung sind die Insektizide ‚Blattanex Spezialspray‘, ‚Killgerm Anti-Insekt RTU‘, ‚Blattanex Ungeziefer Staub‘, ‚Delicia Insektenspray‘ und ‚Permanent® InsektenRaumspray‘. Bei der Verwendung dieser Bekämpfungsmittel ist darauf zu achten, dass kein Kontakt zu Lebensmitteln entsteht.

 

In der Industrie kommt eine Begasung der befallenen Bestände mit Stickstoff, Kohlendioxid oder Phosphorwasserstoff zur Anwendung. Auch thermische Behandlungen bei 55 °C sind effizient. Neben den Insektiziden stehen auch hochwirksame alternative Bekämpfungsmittel zur Verfügung. Das Präparat ‚Fossil Shield Flüssig‘ besteht aus 100% fossilem Plankton. Es wird in Pulverform angeboten. Auch Teebaumöl- und Neemöl-Präparate sind gut wirksam: ‚Killgerid Gold‘ und ‚ MC KPS 500‘ und andere. Das für Mensch und Haustier ungefährliche Kontaktgift des Insektizids greift das Nervenystem der Schädlinge an. Schon nach wenigen Minuten werden sie bewegungsunfähig und sterben.

Tipps & Kniffe

Der Befall von Nahrungsmitteln mit dem Tribolium castaneum ist beim Einkauf kaum zu erkennen. Er wird erst beim Öffnen der Tüten sichtbar. Hier hilft nur eine radikale Entsorgung. Die beste Vorsorge gegen den Befall mit dem Rotbraunen Reismehlkäfer ist die trockene Lagerung gefährdeter Produkte bei niedrigen Temperaturen.  Saubere und trockene Vorratshaltung beugt dem Befall vor.