Schaben bekämpfen

(Blattidae)

Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=219756

Beschreibung

Unter dem Begriff ‚Schaben‘ oder ‚Kakerlaken‘ wird eine Vielzahl von Schaben-Arten zusammengefasst, die der Familie der Blattdae zuzuzählen sind. Weltweit existieren mehr als 4.500 Schaben-Arten, 20 von ihnen kommen in Mitteleuropa vor. Die ursprünglich aus den Tropen stammenden Schaben benötigen für ihre Entwicklung ein warmes und feuchtes Mikroklima. In heimischen Gebieten haben wir es vor allem mit 4 Arten von Schaben zu tun, die eine ernste Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen: die Deutsche Schabe, Blatella germanica, im Volksmund ‚Küchenschabe‘ genannt, die Orientalische Schabe, Blatta orientalis, auch als Kakerlake bezeichnet, die Amerikanische Schabe,Periplaneta americana, und die Braunbandschabe, Supella longipalpa, auch bekannt als Möbelschabe.

Die Größe der Tiere variiert je nach Art zwischen 12 und 44mm, sie haben eine dunkelbraune bis bräunliche Färbung und lange Antennen. Der Körper des Insekts ist länglich oval.  Amerikanische und Braunbandschaben können sich sehr schnell bewegen und bei hohen Temperaturen sogar fliegen. Deutsche und Orientalische Schaben sind behäbiger, dafür nachtaktiv und gute Kletterer. Die Weibchen aller Arten legen ihre Eier in Ootheken, sogenannte Ei-Pakete, die sie einige Tage mit sich tragen und dann in Gruppen festkleben. Moderne Gebäude schaffen mit Heizungssystemen, Wärmedämmungen, Trockenbauwänden und Verkleidungen gleichmäßig hohe Durchschnittstemperaturen. Sie bieten den Schaben damit ideale Lebensbedingungen

Gesundheit

Schaben können gesundheitsgefährdende Erreger wie Salmonellen und Schimmelpilz-Sporen auf menschliche Nahrungsmittel übertragen. Durch Fraß und Kot der Schaben werden Lebensmittel ungenießbar. Neben Infektionen des Magen-Darm-Trakts kann ein Befall mit Schaben auch Allergien auslösen. Schaben gelten weiterhin als Überträger von Hepatitis A, Tuberkulose, Ruhr, Typhus, Kinderlähmung, Cholera und Milzbrand. Auch Fälle von Lepra sind nachgewiesen. Erreger dieser Krankheiten können bis zu 72 Stunden am Körper der Schaben anhaften. Nachts können die Schädlinge damit Lebensmittel kontaminieren. Daher muss man Schaben bekämpfen.

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Maßnahmen & Mittel

Schaben sind wegen ihrer schnellen Verbreitung und Populationsdichte, vor allem aber wegen der großen Gesundheitsgefährdung, die von ihnen ausgeht, der wichtigste Gesundheitsschädling in Deutschland. Diese ist sowohl in human- wie veterinärmedizinischer Hinsicht relevant. Zur Diagnose der Stärke des Befalls mit Schaben und zur Bekämpfung der Schädlinge kann das ‚Klebefalle Blanko, 3er-Set‘ benutzt werden. Zur wirksameren Schaben-Bekämpfung wird das Präparat ‚Fossil Shield Flüssig‘ eingesetzt. Ein 100prozentiges, fossiles Plankton greift die Wachsschicht des Schaben-Körpers an und lässt das Insekt austrocknen.

Nach dem gleichen Prinzip arbeitet ebenfalls das Präparat ‚Aeroxon Ungeziefer-Stopp‘, das auch in möglichen Verstecken der Tiere ausgebracht werden muss. Eine effektive Bekämpfung des Schaben-Befalls kann weiterhin mit gelförmigen Fressködern erfolgen: ‚Bayer® Maxforce White IC‘ und ‚Schaben/Kakerlakengel, Goliath-Gel‘. Mit dem ‚Peacemaker Gel Applikator‘ wurde ein verstellbarer Gel-Applikator zum Ausbringen der Fressköder entwickelt. In Haushalten mit Kleinkindern und Haustieren empfiehlt sich eher der Einsatz von Fressdosen: ‚Blattanex Ungeziefer Köderdose‘, ‚Delicia Ungeziefer Köderdose‘ oder ‚Detia Ungeziefer Köderdose NEU‘.

 

Schaben bekämpfen Tipps & Tricks

Peinliche Sauberkeit im Haushalt kann einem Befall mit Schaben vorbeugen. Organische Abfälle sollten in verschlossenen Mülleimern aufbewahrt und täglich aus der Wohnung entsorgt werden, um den Schaben keine Nahrung zu bieten. Dazu gehört auch das Erledigen des Abwaschs am Abend und regelmäßige Reinigung hinter und unter Einbauküchen. Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Umgebungstemperatur und macht den Schaben das Klima weniger angenehm.