Samenmotte bekämpfen

(Hofmannophila pseudospretella)

By Michael Kurz (http://www.nkis.info) [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Die Samenmotte ist auch unter der Bezeichnung Braune Hausmotte bekannt. Sie gehört innerhalb der Gattung der Schmetterlinge der Familie der Palpenmotten an. Bei einer Größe von 8 bis 14mm verfügt die Motte über eine Flügelspannweite von 14 bis 20mm. Ihre länglich-ovalen, braunen Vorderflügel sind mit 3 oder 4 schwarzen Punkten versehen. Am zart behaarten Flügelrand befinden sich weitere Zeichnungen. Die Hinterflügel sind grau, ohne Musterung. Die Larven der Samenmotte erreichen im ausgewachsenen Stadium eine Größe von bis zu 20mm. Ihre Färbung ist schmutzig-weiß, die Kopfkapsel und das erste Brustsegment sind kastanienbraun. An den Enden der Segmente sind tiefe Kerben erkennbar. In einer Diapause können die Larven der Samenmotte auch Trockenzeiten und Wintermonate überstehen.

Die Flugperiode der Hofmannophila pseudospretella reicht von Juni bis in den September. Die weiblichen Tiere legen bis zu 600 Eier lose in einem Nahrungssubstrat ab, während die männlichen Falter in dieser Zeit keine Nahrung zu sich nehmen. Unter optimalen Bedingungen, Umgebungstemperatur um 25 °C und hohe Luftfeuchtigkeit, dauert die Entwicklungsperiode vom Ei bis zur fertigen Motte etwa 4 Monate. Während der Entwicklung halten sich die Raupen der Samenmotte in einem Kokon aus Nahrungs- und Kotteilchen auf. Später verlassen sie das Substrat und verpuppen sich in einer Gespinströhre.  Samenmotten bilden gewöhnlich pro Jahr eine Generation aus.

Gesundheit

Die Hofmannophila pseudospretella ist ein weltweit verbreiteter Vorrats- und auch Materialschädling. Besondere ökonomische Relevanz hat die Vorratsschädigung. Larven der Motte werden an Getreide, Mehl, Gries, Hülsenfrüchten oder Mais abgelegt. Die Nahrungsmittel werden durch Kotabsonderungen und Gespinnste verunreinigt und für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Bei starkem Befall sind in Mühlen und Betrieben der Tierfutterproduktion auch Schädigungen an Maschinen und Förderanlagen zu verzeichnen. Kot und Gespinstrückstände, oftmals zusätzlich mit Pilzen und Milben versetzt, belasten die menschlichen Atemwege und können bei Asthmatikern zu ernsthaften Erkrankungen führen. Auch Fälle starker allergischer Reaktionen sind bekannt. Deshalb sollte man die Samenmotte bekämpfen.

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Samenmotte bekämpfen Maßnahmen & Mittel

Für den sicheren Nachweis eines Befalls mit Samenmotten eignet sich der ‚Blattanex Lebensmittel-Motten Monitor‘. Der Monitor ist mit einem Lockstoff für Lebensmittelmotten versehen und an der Innenseite mit einer Klebebeschichtung ausgestattet. An ihm bleiben die Motten-Weibchen kleben. Die ‚Aeroxon Lebensmittelmotten-Falle‘ und die ‚NEXA LOTTE Pheromonfalle für Nahrungsmittelmotten‘ arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Die direkte Bekämpfung der Samenmotten kann mit Kontaktinsektiziden wie ‚Blattanex Spezialspray‘ erfolgen, dessen Wirkstoffe Imiprothrin und Cyphenothrin auf das Nervensystem der Insekten wirken. Weitere Effektive Bekämpfungsmittel sind ‚Bayer® Fliegen Spray‘, ‚Contra Insect ® Fliegen-Spray‘, ‚Detia® Insekten Strips‘ und weitere Mittel. Beider Anwendung von Kontaktinsektiziden muss darauf geachtet werden, dass sie nicht in Kontakt mit Lebensmitteln gebracht werden.

Tipps & Kniffe

In privaten Haushalten ist die einfachste und wirkungsvollste Methode einem Befall mit Samenmotten vorzubeugen, die Kontrolle gefährdeter Lebensmittel direkt nach dem Einkauf. Getreideprodukte, Kekse oder auch Nüsse sollten in dicht verschließbaren Behältnissen gelagert werden, um einen Befall mit Samenmotten und deren Eiablage zu verhindern. Fliegennetze am Terrassentüren und Fenstern halten umherfliegende Motten fern. Eine biologische Methode zur Bekämpfung von Samenmotten ist der Einsatz von Schlupfwespen in Außenbereichen und Gärten. Die nützlichen Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Motten-Schädlinge und dezimieren den Befall.