Getreidekapuziner bekämpfen

(Rhyzopertha dominica)

CSIRO [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Beschreibung

Der Getreidekapuziner gehört zu der Familie der Bohrkäfer. Er hat seinen Ursprung im südostasiatischen Raum. Aufgrund des internationalen Handels- und Warenverkehrs war ihm jedoch eine weltweite Ausbreitung möglich. Der Getreidekapuziner (lateinisch: rhizopertha dominica) wird bis zu 4 mm lang. Er ist von dunkelbrauner bis schwarzer Farbe und hat eine zylinderförmige Gestalt. Der Halsschild des Käfers ragt derart weit über dessen Kopf, dass es so aussieht, als er trüge eine Kapuze. An den Fühlern befinden sich so genannte „Endkeulen“, die aus drei stark vergrößerten Gliedern gebildet werden. Die Flügeldecken des Getreidekapuziners sind nur schwach behaart.

Die hellen Punkte auf den Flügeldecken sind grob. Sie verlaufen parallel in Längsreihen.Wie lange der Entwicklungszyklus des Getreidekapzuziners dauert, hängt sehr stark von der Umgebungstemperatur ab. Warmes Klima mit konstanten Temperaturen um die 28°C begünstigt das Wachstum, sodass sich bereits 4 Wochen nach der Eiablage vollständig ausgebildete Käfer entpuppen. Sinken die Temperaturen jedoch unter 10°C, ist ein Fortkommen der Tiere unmöglich. Die Eiablage durch die Weibchen bringt bis zu 500 Eier hervor.

Nachdem die Larven geschlüpft sind, bohren sich diese in die Getreidekörner ein, auf denen sie zuvor als Ei abgelegt wurden. Bereits als Larve durchläuft das Tier verschiedene Stadien. Frisch geschlüpft ist sie von lang gestreckter Form. Zudem ist sie in dieser Phase aufgrund der gut ausgebildeten Beinpaare sehr agil. In der zweiten Hälfte des Larvenstadiums entwickelt sich das Tier zu einer Art Engerling, was unter anderem zum Verlust der Mobilität führt. In dem vom Fressen ausgehöhlten Getreidekorn verpuppt sich die Larve des Getreidekapuziners schließlich.

Gesundheit

In erster Linie handelt es sich bei den Getreidekapuzinern um Vorratsschädlinge. Sowohl die Käfer als auch die Larven fressen sich durch die verschiedensten Getreidearten und -produkte. So werden neben Reis- und Getreidekörnern auch Hirse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Hülsenfrüchte, Nudeln und Gebäck befallen. Die Lebensmittel sind meist von Mehlstaub förmlich durchsetzt. Auffällig sind außerdem die Fraßlöcher sowie Kotpartikel und leere Puppenhüllen. Derlei verunreinigte Lebensmittel sind nicht mehr zum Verzehr geeignet. Vor ihrer Entsorgung sollten sie jedoch einige Zeit tiefgekühlt werden, um sicherzustellen, dass alle Eier und Larven abgetötet sind.

Getreidekapuziner bekämpfen: Maßnahmen & Mittel

Um einer neuerlichen Infektion mit diesen Schädlingen vorzubeugen, sollten Lebensmittel in gut verschließbaren Behältern aufbewahrt werden. Empfehlenswert sind hierbei vor allem Vorratsdosen aus Metall oder Glas. Denn dass die Getreidekapuziner zur Familie der Bohrkäfer gehören, machen sie auch darin deutlich, dass sie sich mühelos durch Verpackungsmaterialien wie Pappen, Kunststofffolien sowie Metallfolien und Kunststoffteile bohren. Daher sollte man Getreidekapuziner bekämpfen.

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Tipps & Kniffe

Die direkte Bekämpfung der Getreidekapuziner (lat.: rhizopertha dominica) kann durch verschiedene Insektizide erfolgen. In großen Lager- und Vorratsräumen geschieht dies in der Regel mittels gasförmiger Stoffe wie Kohlendioxid, Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Sulfuryldifluorid. In einem privaten Haushalt können einfache Kontaktinsektizide und giftfreie Präparate eingesetzt werden. Hierbei kann ebenso vorgegangen werden wie bei der Bekämpfung von Gemeinen Speckkäfer (lat.: dermestes lardarius).